Offener Brief an das SRF

Liebe Journalist*innen, Reporter*innen und alle weiteren Mitwirkenden des SRF

Wir anerkennen die bisherigen Bemühungen ihrer Programmformate, welche die globale Erwärmung thematisieren. Tatsächlich befinden wir uns mitten im sechsten Massensterben. Die Klima- und Biodiversitätskrise ist weit fortgeschritten und wir steuern auf einen in weiten Teilen unbewohnbaren Planeten zu. Millionen von Menschen sind schon heute direkt betroffen, müssen fliehen, verlieren ihre Lebensgrundlage oder sind bereits den Folgen der Krisen zum Opfer gefallen. Täglich sterben etwa 200 Arten aus, ganze Ökosysteme kollabieren und klimatische sowie biologische Kipp-Punkte scheinen allzu unmittelbar und bisweilen bereits überschritten.

Ist die Berichterstattung des SRF dieser noch nie dagewesenen Situation angemessen? Wir von Extinction Rebellion meinen dezidiert NEIN. Wir erwarten von einem öffentlich-rechtlichen Medium eine der existenziellen Bedrohung entsprechende Berichterstattung, sodass alle Bürger*innen aufgeklärt werden und wissen, was die Krisen auf individueller und globaler Ebene bedeuten.

Wir fordern deshalb regelmässige und umfangreiche Berichterstattung über die Klima- und Biodiversitätskrise in allen Bereichen. Wir fordern ferner ehrliche Beiträge darüber, wie es zu dieser existentiellen Krise kam, wie weit sie bereits fortgeschritten ist, wie unsere Zukunft aussehen könnte und welche Massnahmen vonnöten sind, um die schlimmsten Szenarien zu verhindern. Sagt die Wahrheit!

 

Mit Liebe & Entschlossenheit
Extinction Rebellion Zürich

Die Menschheit befindet sich in einer beispiellosen weltweiten Notsituation. Klima-Wissenschaftler/innen warnen uns inständig: Wir haben laut dem IPCC-Report nur noch wenig Zeit, um eine nicht rückgängig zu machende Klimakatastrophe abzuwenden. Diese hätte unsägliches Leid auf der ganzen Erde und das Aussterben zahlloser Spezies zur Folge – auch dasjenige des Menschen in naher Zukunft wird wissenschaftlich diskutiert.

 

Bis zum heutigen Tag haben unsere Regierungen versagt, dringende und entschiedene Handlungen zu unternehmen, um die weitere Zerstörung unserer Lebensgrundlagen zu verhindern. Und das, obwohl Lösungen vorhanden sind. Wir, das Volk, akzeptieren das nicht länger. Wir müssen handeln. Jetzt!

WIR HABEN DREI FORDERUNGEN AN DIE REGIERUNG.

Sagt die Wahrheit

Die Dringlichkeit der Klima- und Biodiversitätskrise offen und unmissverständlich kommunizieren.

Netto Null Emissionen bis 2025

Die Netto-Treibhausgausemissionen bis 2025 auf Null reduzieren

Einberufung einer Bürger*innen-Versammlung

Eine Bürger*innen-Versammlung einberufen, welche die Erarbeitung und Umsetzung der Klima- und Biodiversitätsschutz-Massnahmen mitbestimmt und sicherstellt.

Wir rufen euch alle dazu auf, jetzt ein deutliches Zeichen zu setzen, dass ihr bereit seid, anders zu leben

 

So schnell tickt die CO2-Uhr

Die CO2-Uhr des MCC (Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change) veranschaulicht, wie viel CO2 noch in die Atmosphäre abgegeben werden darf, um die globale Erwärmung auf maximal 1,5°C beziehungsweise 2°C zu beschränken. Mit wenigen Klichs können Sie die Schätzungen für beide Temperaturziele vergleichen und sehen, wie viel Zeit im jeweiligen Szenarion bleibt.

2015 wurde mit dem Pariser Klimaabkommen global das Ziel verfasst, die Erderwärmung auf deutlich unter 2°C, möglichst 1,5°C, im Vergleich zum vorindustriellen Niveau zu begrenzen. Ein ambitioniertes Ziel im Angesicht dessen, dass der CO2-Verbrauch weiter steigt. Auch lassen sich die Auswirkungen beim Erreichen von Klima-Kipp-Punkten (tipping points) schwer voraussagen. Die CO2-Uhr veranschaulicht jedoch, dass wenig Zeit bleibt und dringend gehandelt werden muss.

Weitere Infos

DIE ZEIT LÄUFT AB. JETZT HANDELN.

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